ETFs: Exchange Traded Funds

Bei Privatanlegern sind Investmentfonds schon seit einiger Zeit zur beliebtesten Form der Geldanlage avanciert. Denn gegenüber anderen Anlageformen bringen Fonds zahlreiche Vorteile mit sich. Insbesondere die gute Risikostreuung spricht für den Kauf von Investmentfonds. Allerdings ist es auch so, dass sich viele Anleger das Geld von den Banken und Anlageberatern aus den Taschen ziehen lassen. Denn leider bezahlen sie viel zu hohe Tradinggebühren. Wenn man einmal bedenkt, dass die durchschnittliche Höhe des Ausgabeaufschlags bei rund 5 Prozent liegt, dann ist das schon ganz ordentlich. Hinzu kommen noch jährliche Verwaltungs- oder Managementgebühren in Höhe von durchschnittlich 1,5 Prozent.

Doch diese Kosten kann man ganz einfach umgehen. Seit einiger Zeit gibt es so genannte Exchange Traded Funds (ETFs). Diese verkörpern eine erstklassige Anlageform - denn gegenüber gewöhnlichen Investmentfonds bringen sie nochmals einige Vorteile mit sich. Im Gegensatz zu normalen Investmentfonds werden ETFs nicht aktiv gemanagt. Letztendlich bilden die ETFs einen bestimmten Index nach - und dazu bedarf es keinen Fondsmanager, der extra bezahlt werden muss. Die jährlichen Verwaltungskosten belaufen sich je nach ETF auf gerade einmal durchschnittliche 0,15 Prozent. Und was den Ausgabeaufschlag angeht, so fällt dieser überhaupt nicht an. Es fallen lediglich die Tradingkosten des Brokers an, welche allerdings so niedrig sind, dass man sie vernachlässigen kann.

Übrigens ist das Angebot an ETFs bereits jetzt schon sehr riesig, obwohl diese noch gar nicht so lange auf dem Markt sind. Es gibt mehrere Investmentgesellschaften, wie zum Barclays Capital die unter dem Namen iShares ihre ETFs vertreiben. Wie bereits angeschnitten wurde, werden ETFs auf nahezu sämtliche Indizes emittiert - wie zum Beispiel auf den DAX, MDAX oder auch auf Rohstoffindex. Übrigens sind ETFs sicherer als Indexzertifikate, denn das Fondsvermögen kann im Falle einer Insolvenz der Investmentgesellschaft nicht belangt werden.