Hedgefonds
Seit einigen Jahren gibt es neben den klassischen Investmentfonds wie zum Beispiel Aktienfonds, Rentenfonds oder Geldmarktfonds die so genannten Hedgefonds. Allerdings wissen nur die wenigsten Privatanleger was sich hinter diesem Begriff verbirgt, beziehungsweise was man unter einem Hedgefond versteht. Diese Artikel beschäftigt sich explizit mit Hedgefonds und erläutert, was unter dieser Fondsart zu verstehen ist.
Im Prinzip ist die Funktionsweise beziehungsweise der Ansatz eines Hedgefonds ganz einfach. Im Gegensatz zu den klassischen Fonds, wird das Fondsvermögen nicht nur in eine bestimmte Assetklasse investiert. So gibt es beispielsweise Fondsmanager, die kurzfristig große Teile des Fondsvermögens in Rohstoffe investieren, und diese anschließend wieder in Aktien investieren. Kurzum: die Fondsmanager können mit dem Fondsvermögen machen was sie wollen. Je nach Fonds ist es sogar möglich, dass der Fonds Fremdmittel aufnimmt und diese reinvestiert.
Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten die den Managern von Hedgefonds zur Auswahl stehen um das Fondsvermögen zu investieren sind in Deutschland nur sehr wenige Hedgefonds zugelassen. Das Angebot ist zwar immer noch sehr groß, jedoch handelt es sich nur um einen Bruchteil aller Fonds dieser Art. Insbesondere in den USA findet man ein sehr viel größeres Angebot vor. Doch auch deutsche Anleger können in diese Fonds investieren, denn es gibt Investmentgesellschaften die spezielle Hedgefonds-Zertifikate anbieten, welche die Fonds 1:1 nachbilden. Somit kann man an der Performance des Fonds partizipieren ohne ihn zu besitzen.
Privatanleger sollten es sich ganz genau überlegen, ob sie tatsächlich in diese Art von Fonds investieren möchte. Die Renditechancen sind zwar hoch, aber das Risiko ist ebenfalls sehr hoch. Sollte man ein entsprechendes Investment unbedingt tätigen wollen, dass sollte dabei nur ein kleiner Teil des Vermögens eingesetzt werden - und den Rest etwas sicherer investieren, wie zum Beispiel in Rentenfonds oder auch in ETFs.