Immobilienfonds
In ein gutes Fondsdepot gehören nicht nur Fonds mit hohen Ertragschancen wie zum Beispiel Aktienfonds, sondern auch sicherheitsorientierte Fonds, die gerade in schwachen Börsenjahren eine gute Rendite erzielen. Neben Rentenfonds oder Geldmarktfonds fallen auch Immobilienfonds in diese Kategorie. Allerdings kennen sich viele Privatanleger mit diesem Fondstyp überhaupt nicht aus - vor allem deshalb weil zwischen bei den Immobilienfonds zwischen offenen und geschlossenen Fonds unterschieden wird. Im Folgenden wird erläutert, was unter diesen Fonds zu verstehen ist.
Die meisten Privatanleger die in solche Fonds investieren, investieren überwiegend in offene Immobilienfonds. Diese Fonds können täglich gehandelt - also gekauft und verkauft werden. Wie bereits angeschnitten wurde handelt es sich um äußerst sichere Fonds - denn letztendlich wird die Rendite dadurch erzielt, dass mit dem Fondsvermögen Immobilien gekauft und anschließend vermietet werden. Die Erträge werden als Kursgewinn ausgeschüttet, so dass der Anleger diese als Erträge aus Kapitalvermögen versteuern muss, und nicht als Erträge aus Vermietung und Verpachtung. Offene Immobilienfonds gibt es zwischenzeitlich sehr viele - die meisten dieser Fonds investieren vornehm in Büroimmobilien.
Unter geschlossenen Immobilienfonds versteht man Fonds, deren Anteile nicht über die Börse gehandelt werden. Die Anteile sind meist sehr groß und beginnen ab ca. 10.000 Euro. Da die Anteile nicht über die Börse gehandelt werden, muss man warten bis sie vom Emittenten wieder zurückgenommen werden. Dieser Anlagezeitraum beträgt bei den meisten geschlossenen Immobilienfonds ungefähr acht Jahre. Darin liegt auch der große Nachteil, denn vor Ablauf dieser Zeit erhält man sein Geld nur sehr schwer zurück. Aber dafür fällt die Rendite in aller Regel höher als bei den offenen Immobilienfonds aus - und steuerliche Vorteile die zum Beispiel aus Verlusten der ersten Jahren stammen, sind je nach Einkommenshöhe ebenfalls sehr interessant.